Noch nie war auf _________________ gesungene _________________ so
beliebt wie heute. Eine junge Generation von _________________
nähert sich dem eigenen _______________ und der eigenen
_________________ wesentlich unbefangener als die _________________
zuvor. Das _________________ nimmt es dankbar an, aber auch
_________________ melden sich zu Wort: Kann man in Deutschland
unverfänglich und über alle Themen auf Deutsch singen,
selbst, wenn es sich eigentlich „nur“ um _________________
handelt? Der Film befragt Musiker, Kritiker und _________________ zu
diesem derzeit in Deutschland kontrovers diskutierten
_________________.
Fragen zum Film
Welche Debatte löste die Berliner Band Mia mit ihrem Liebeslied aus?
Was für ein Gefühl haben junge Leute zunehmend zu Deutschland?
Warum hat die Nachkriegsgeneration Probleme mit dem Wort „Heimat“?
Welche Position nimmt die Band Kettcar in der Rangliste der Charts ein?
Worüber spricht das Lied „Wir sind wir“ in seinen zwei Strophen?
Der Band Die Fantastischen Vier wurde bereits vor 15 Jahren Nationalismus vorgeworfen. Warum?
Warum findet Smudo (Die Fantastischen Vier) die Worte Quote und Deutsch unangenehm?
Was war früher Tabu und ist heute zur Normalität in Deutschland geworden?
Warum werden die Musiker kritisiert, wenn sie zuviel von Liebe und Zweisamkeit singen?
Hintergrundinformation
Seit einiger Zeit wird in Deutschland über eine Radioquote
für deutschsprachige und in Deutschland produzierte Musik
diskutiert. Die Radioquote bezeichnet eine Quotenregelung im Rundfunk,
die Anteile bestimmter Programmarten eines Radiosenders regelt. In
Frankreich beispielsweise gibt es eine staatliche Quotenregelung, die
das Verhältnis fremdsprachiger zu einheimischer Musik (60:40)
vorschreibt.
Die Partei CSU (Christlich Soziale Union) forderte bereits 2002, das
französische Modell in Deutschland zu übernehmen. Deutsche
Produktionen müssten mehr Chancen bekommen. Die Bayerische
Staatsregierung brachte eine Gesetzesinitiative auf den Weg, die quer
durch die Fraktionen heftig diskutiert wurde.
Ein Argument der Befürworter lautet, das Gesetz sorge für
eine größere musikalische Vielfalt im Radio und diene damit
einer kulturellen Bereicherung. Ein weiterer Vorteil läge in der
Möglichkeit, durch die Ausstrahlung im Radio Trends setzen zu
können. Auch unbekannte Bands und Interpreten hätten damit
die Chance, mit ihren Werken einen Hit zu landen. Dies hätte
wiederum eine Belebung der deutschen Musikindustrie zur Folge. Ein
dritter Aspekt sei, dass auch nationale Künstler die
Möglichkeit hätten, zu attraktiven Sendezeiten gespielt zu
werden. Heute würden die besten Sendezeiten zu einem großen
Teil von US-amerikanischen Stars belegt.
Die Gegner hingegen sehen in der Quote einen tiefen Eingriff in die
verfassungsgemäße Rundfunkfreiheit und eine
Überregulierung der Wirtschaft. Außerdem sei eine
Regulierung von Musik und Kunst in einer modernen, pluralistischen
Gesellschaft äußerst zweifelhaft. Eine
Ministerpräsidentenkonferenz entschied sich 2003 gegen eine
bindende Quote für Radiostationen.
Im Herbst 2004 griffen rund 500 deutsche Musiker in die Debatte ein.
Die Initiative „Musiker in eigener Sache“ forderte erneut
eine deutsche Radioquote und sorgte dafür, dass es zu einer
Bundestagsdebatte zum Thema kam. Im Dezember 2004 schließlich
stimmte der Bundestag dem Antrag zu einer freiwilligen
Selbstverpflichtung der Rundfunksender zu. In den Musikprogrammen soll
ein Anteil von etwa 35% deutschsprachiger oder in Deutschland
produzierter Pop- und Rockmusik gesendet werden, wobei zur Hälfte
Neuerscheinungen von Nachwuchsmusikern zu berücksichtigen seien.
Die Selbstverpflichtungen der Radiosender könnten auch individuell
ausgestaltet sein. Eine tatsächliche Quotenverordnung sei nur von
Länderseite aus möglich.
Aber die Debatte geht weiter. Einen ersten Zusammenschluss von Gegnern
aus der Musikbranche bildete die 2005 gestartete Initiative „I
can’t relax in Deutschland“. Der Grund liegt in der
Befürchtung, hinter der Forderung nach mehr deutschsprachiger
Musik stünden auch nationalistische Tendenzen.
Texte: Goethe-Institut, Bereich 231
Film, Fernsehen,
Hörfunk
Übungen/Fragen zum Film: Martina Lux