| Traumberuf Dirigentin | Ergänzen Sie die fehlenden Konjunktionen. Kurzinhalt In der Kunst spielt es eine immer geringere Rolle, __________ ein Mann oder eine Frau am Werk ist. Filmemacherin oder Filmemacher, Pianistin oder Pianist, Bildhauerin oder Bildhauer, Schriftstellerin oder Schriftsteller? Wen kümmert das schon? Im Vordergrund steht die Qualität der Arbeit. Doch __________ eine Frau am Dirigentenpult steht, sorgt das noch immer für großes Aufsehen. Im Film sprechen drei Dirigentinnen über ihre Arbeit. |
| Fragen zum Film |
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| Hintergrundinformation | Der Beruf des Dirigenten gilt als eine der letzten
Männer-Domänen neben der Formel 1. „Es gibt kein
anschaulicheres Bild für Macht als die Tätigkeit des
Dirigenten“, sagte der Dichter Elias Canetti. Eine Frau am Pult
ist nach wie vor ein ungewohnter Anblick. Weltweit gibt es mehr als 500 Dirigentinnen – nur nicht in leitenden Positionen. Im Bereich der Chor- und Kirchenmusik profilieren sie sich eher unauffällig. Im Jahre 2002 gab es in Deutschland 76 Opernhäuser mit regelmäßigem Spielbetrieb. Von den 76 Generalmusikdirektoren waren lediglich zwei weiblich. Dazu kommen 34 eigenständige Symphonieorchester, von denen eines von einer Frau geleitet wird. Simone Youngs Karriere als Dirigentin ist einzigartig. Die Australierin ist heute Generalmusikdirektorin und Opernintendantin der Hamburgischen Staatsoper und Generalmusikdirektorin des Philharmonischen Staatsorchesters in Hamburg. Sie war künstlerische Direktorin der Oper in Sydney und wurde mit dem Ehrendoktorat der Universitäten in Sydney und Melbourne sowie mit dem Orden Member of the Order of Australia ausgezeichnet, in Frankreich mit dem Orden Chevalier des Arts et Lettres. Am 22. März 2005 erhielt sie in Weimar die Goethe-Medaille des Goethe-Instituts. Catherine Rückwardt ist Generalmusikdirektorin am Staatstheater Mainz. Sie war als erste Frau 1. Kapellmeisterin an einem großen deutschen Opernhaus, der Oper Frankfurt. 1999 wurde ihr der ZONTA-Kunstpreis verliehen. Shi-Yeon Sung aus Korea studiert an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Sie kam Mitte der 90er Jahre nach Deutschland, um sich ihren Traum, Dirigentin zu werden, zu erfüllen. Das DIRIGENTENFORUM ist das Förderprogramm des Deutschen Musikrates für junge Dirigent(inn)en. Ziel der Förderung ist die Unterstützung überdurchschnittlich begabter Nachwuchsdirigent(inn)en bei ihrer Vorbereitung auf die spätere Übernahme verantwortungsvoller Positionen im deutschen und internationalen Musikleben. Dafür besuchen die Stipendiat(inn)en regelmäßig Meisterkurse unter der Leitung namhafter Dirigentenpersönlichkeiten in Zusammenarbeit mit renommierten Orchestern. Zusätzlich vermittelt das DIRIGENTENFORUM seine Stipendiat(inn)en für Assistenzen und Konzerte. Heute liegt der Anteil geförderter Frauen bei etwa 25%. Tendenz: steigend. Trotz allem werden die wenigen international bekannten Dirigentinnen wie Simone Young, Marin Alsop oder Julia Jones nach wie vor als Ausnahmeerscheinungen wahrgenommen. „In diesem Metier ist die Macht des Mannes noch ungebrochen“, sagt Elke Mascha Blankenburg, Dirigentin und Autorin des Buches Dirigentinnen im 20. Jahrhundert. Im 19. Jahrhundert wurde der Mythos des vergötterten Maestros, der sich sein Orchester unterwirft, begründet. Absolute Herrscher am Pult wie Arturo Toscanini, Wilhelm Furtwängler oder Herbert von Karajan sind heute die Leitbilder. Doch wird sich auch in dieser Domäne die Wahrnehmung verändern und sich letztendlich die Qualität der Arbeit durchsetzen. |
| Aufgabe | Lesen Sie den Text und versuchen Sie ihn dann ins Italienische zu übertragen.
Die geschmähte
Lieblingsoper
Hamburgs Opernchefin Simone Young bringt die „Frau ohne
Schatten“ von Richard Strauss auf die Bühne – und wird
dafür ausgebuht
Die Frau ohne Schatten von Richard Strauss gehört zu den mächtigen Buttercremetorten des Opernrepertoires. Manche verdrehen die Augen vor Begeisterung, anderen wird schlecht davon. Sie ist nicht so süß wie der Rosenkavalier, dafür hat der Textdichter Hugo von Hofmannsthal den Symbolismus des Sujets umso höher getürmt. Das Stück changiert zwischen einer aristokratischen Jenseitssphäre und einer kellerasseligen Menschenwelt, erzählt von der Suche einer Kaiserin nach ihrem Schatten, dem Symbol weiblicher Fruchtbarkeit. Nur durch Gebärfähigkeit kann sie den Geliebten davor bewahren, zu versteinern. Und jammernd singt im Hintergrund ein Chor der ungeborenen Kinder. Die hehre Prüfungsmärchen-Botschaft der Oper, dass Läuterung zu erlangen ist, klumpt etwas. Aber der Orchesterklang ist von großer Raffinesse. [...] Claus Spahn in: Die Zeit, 27.2.2007 |
| Texte:
Goethe-Institut, Bereich 231
Film, Fernsehen,
Hörfunk
Übungen/Fragen zum Film: Martina Lux |